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60 Prozent der Anwälte nennen keine Preise

Neue Mandanten bekommen von Anwälten vorab häufig keine Auskunft darüber, welche Kosten auf sie zukommen. Das geht aus einer Umfrage der Rechtsdienstleistungs-Plattform Legalbase.de hervor.

Insgesamt hat Legalbase.de durch Testpersonen bei 320 Anwälten deutschlandweit nachgefragt, was das Aufsetzen eines Testaments kosten würde. Nur 42 Prozent der Anwälte waren bereit, vorab einen Preis zu nennen. In rund 58 Prozent der Fälle sollten die potentiellen Mandanten zu einem Beratungsgespräch in die Kanzlei kommen. Die Erstberatung beim Anwalt kostet laut Gebührenordnung maximal 190 Euro netto. An die Gebührenordnung hielten sich 77 Prozent der Anwälte, die eine Erstberatung vereinbaren wollten. Drei der 185 Anwälte boten die Erstberatung gratis an. In 13 Kanzleien wurde für die Erstberatung dagegen eine höhere Pauschale oder eine Abrechnung auf Stundenbasis vereinbart. Eine solche Vereinbarung setzt die Gebührenordnung außer Kraft, kann aber bei stundenbasierter Abrechnung zu unvorhersehbaren hohen Kosten führen.

Insgesamt wurden 20 Anwälte pro Bundesland befragt, die im Bereich Erbrecht beraten. Am wenigsten auskunftsfreudig waren dabei die Anwälte aus Thüringen und aus Mecklenburg-Vorpommern. In beiden Bundesländern waren nur drei der 20 angerufenen Anwälte bereit, einen Preis für das Aufsetzen eines Testaments zu nennen. Am transparentesten waren dagegen die Kanzleien in Hessen und Bremen. In beiden Bundesländern waren immerhin 60 Prozent der Anwälte bereit, vorab einen Preis zu nennen.

Insgesamt haben 135 von 320 befragten Anwälten einen Preis genannt. Im Schnitt kostete das Aufsetzen eines Testaments 811 Euro. Der günstigste Anwalt saß in Thüringen und nannte einen Preis von lediglich 75 Euro. Der teuerste Anwalt der Befragung kommt aus Schleswig-Holstein. Er verlangte telefonisch einen Preis von 3.600 Euro.

Für die Preisumfrage wurden allen Anwälten dieselben Hintergrundinformationen geliefert. Ein verheiratetes Ehepaar mit zwei Kindern ohne Immobilienbesitz wollen ein Testament aufsetzen. Zu vererben haben sie insgesamt rund 100.000 Euro.

Hintergrund: Anwälte können bei Leistungen wie dem Aufsetzen eines Testaments auf unterschiedliche Arten abrechnen. Entweder sie vereinbaren eine Pauschale oder ein Stundenhonorar, oder sie rechnen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ab und nehmen den so genannten Gegenstandswert als Berechnungsgrundlage. Bei einem angenommenen Gegenstandswert von 100.000 Euro liegen die Anwaltsgebühren zwischen 900 Euro und 5.000 Euro brutto.

„Die Umfrage zeigt, wie undurchsichtig Anwaltsgebühren für Verbraucher oft sind. Viele Mandanten kaufen die sprichwörtliche Katze im Sack, ohne zu wissen, wie viel sie letztendlich bezahlen müssen“, so Daniel Biene, Gründer von Legalbase.de. „Deshalb ist es unser Anliegen, den Rechtsmarkt in Deutschland transparenter zu machen. Legalbase-Kunden wissen genau, welche Leistung sie zu welchem Preis von welchem Anwalt bekommen.“

Über Legalbase:

Legalbase ist ein 2015 gegründetes Unternehmen aus dem Bereich Legal Technology mit Sitz in Berlin. Legalbase hat sich zum Ziel gesetzt, Transparenz und Effizienz in den Rechtsmarkt zu bringen. Über seine Online-Plattform Legalbase.de bietet das Unternehmen Rechtsprodukte zum Festpreis an und ermöglicht seinen Nutzern eine einfache und sichere Lösung von Rechtsproblemen. Legalbase wird von namhaften internationalen Investoren unterstützt und von renommierten Persönlichkeiten aus den Bereichen Recht, Legal Services und Wirtschaft beraten.

Pressekontakt:

Caroline Benzel (Head of Content)

Tel.: +49 30 2201 242 77 Mail: presse@legalbase.de

LegalZoom Germany GmbH
Poststraße 22
10178 Berlin

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